25.03.2009
Impressionen vom Ausflug durchs Nordbahnhofviertel.
Trotz strömendem Regen trafen sich über 40 Mitglieder der Freien Wähler, des Tennisvereins Feuerbach und des Skiclubs Weilimdorf bei der Firma Lindenberger am Pragfriedhof. Die Inhaberin, Birgit Lindenberger, informierte über die schwierige Situation der Naturstein- und Steinmetzbetriebe und über neue Tendenzen beim Bestattungswesen. Von dort ging es durch den Pragfriedhof, vorbei am Info Laden zu Stuttgart 21, wo über die dort später stattfindende Bahnlogistik informiert und diskutiert wurde.

Dr. Kienzle von den Grünen bei der Gedenkstätte.
Bei der Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ im Inneren Nordbahnhof informierte Stadtrat Jürgen Zeeb von den Freien Wählern und sein Kollege
Dr. Michael Kienzle von den Grünen über Planung und Bau der 2006 eingeweihten Gedenkstätte, die an die Deportation jüdischer Mitbürger in der Zeit des Nationalsozialismus erinnert. Von hier aus gingen Transporte unter unmenschlichen Bedingungen in die Vernichtungslager.

Gedankenstätte "Zeichen der Erinnerung".
Vor der anschließenden Besichtigung der Firma JKS Karle sprach Stadtrat Jürgen Zeeb über die Planung auf den Stuttgart 21, -C1-, Gelände. Die Firma JKS Karle ist einer der größten Entsorgungs- und Recyclingbetriebe im Süddeutschen Raum. Herr Jürgen Karle schilderte das umfangreiche Tätigkeitsfeld seiner Firma. Verdeutlicht wurde dies nochmals bei einem Rundgang durch die Schrottberge und Abfallcontainer mit verschiedensten Materialsortierungen.

Besichtigung der Firme Schrott Karle.
Herr Stephan Karle führte die interessierten Besucher dann zu den von ihm betriebenen Wagenhallen, in denen früher Bahnbusse untergestellt und gewartet wurden. Darüber hinaus gab es neben Büros auch Unterkünfte für die Busfahrer und Mechaniker.
Schon allein die Wagenhallen sind beeindruckend. Natürlich aber auch die gegenwärtige Nutzung, die zunächst bis 2011 gesichert ist, mit Künstlern, Schaubühnen, Tangoschule u.v.a.m..
In enger Nachbarschaft soll bald die Berufsschule für Pflege- und Gesundheit gebaut werden. Das ganze Areal ist vorgesehen für Wohn- und Dienstleistungsnutzungen und wird zu einer erheblichen Aufwertung des Nordbahnhofviertels führen, und dies in bester innerstädtischer Lage.
Nachdem die Besucher mit Brezeln und Getränken gestärkt waren, ging es auf die Stahlbrücke der Gäubahntrasse, von der sich das ganze Gebiet überblicken ließ und noch spannende Einblicke in die illustre Szene der Bewohner von alten Eisenbahnwaggons möglich wurde.
Mit dem Gefühl ein unbekanntes Stück Stuttgarts entdeckt zu haben, wurde bei leckerem italienischem Essen noch lange mit Stadtrat Jürgen Zeeb über das Gesehene und die Planungen für dieses Gebiet diskutiert.
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